Heimat- und Denkmalpflege

Vergangene Veranstaltungen

Hier möchten wir Sie einladen, Informationen und Bilder von ausgewählten Veranstaltungen anzusehen, damit Sie sich einen Eindruck von unserem Programm machen können.
 


Samstag, 10. Juni 2017

Von Vulkanen, einem verwunschenen Steinbruchsee, "wilden" Wäldern und dem Kölner-Dom-Blick, Exkursion im Siebengebirge

Der VVV Hennef zu Gast beim VVS Siebengebirge

Am Samstag den 10.Juni war der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef zu Gast beim Verschönerungsverein Siebengebirge. Es war die 5. Veranstaltung des VVV in diesem Jahr, die das Thema hatte: "Von Vulkanen, einem verwunschenen Steinbruchsee, "wilden" Wäldern und dem Kölner-Dom-Blick, Exkursion im Siebengebirge".

Das Veranstaltungsteam unter Karl Kreuzberg hatte diese Veranstaltung zusammen mit dem VVV Vorstandskollegen und gleichzeitig VVS Vorsitzenden Hans-Peter Lindlar organisiert. Die 30 Teilnehmerplätze zu dieser Veranstaltungen waren binnen kürzester Zeit vergeben. Daraufhin hat sich der VVV und der VVS entschieden in Zukunft öfter einmal eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren.

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten vor Beginn die Möglichkeit, die mit viel Sachverstand und Liebe zum Detail zusammengestellte Ausstellung des VVS in der Geschäftsstelle dem Naturparkhaus Lohrberg zu besuchen.

Nachdem der Vorsitzende des VVS Hans-Peter Lindlar und der Geschäftsführer des VVV Peter Ehrenberg die Hennefer Wanderer begrüßt hatten, erklärte Oberstudienrat i.R. Klaus Breuer vom VVS welche Ziele und Aufgaben der VVS verfolgt.

Der VVS der 1869 in Bonn gegründet wurde und somit noch 12 Jahre älter ist wie der Hennefer VVV zählt heute 1800 Mitglieder, was schon sehr beachtlich ist. Den Auslöser zur Vereinsgründung haben allerdings beide Vereine gemeinsam. Man wollte etwas für die Bevölkerung tun. Der VVS hatte sich zur Aufgabe gemacht das Siebengebirge für den wachsenden Erholungsverkehr zu erschließen und der VVV war 1881 gegründet worden, um den Bürgern in dem neu entstandenen Industriestandort Hennef schöne Erholungsgebiete zu schaffen. Parallelen waren also schon vor über 130 Jahren zu erkennen.

Mit welchen Problemen wurde der VVS konfrontiert?

Um 1850 drohten durch die rücksichtslose Ausbeutung von über 30 Basaltsteinbrüchen die weithin sichtbaren Gipfel des Siebengebirges zerstört zu werden. Um dies zu verhindern, gründete sich 1869 in Bonn der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS). Man wollte für die Erhaltung und die Erschließung der herrlichen Siegengebirgslandschaft kämpfen. In den ersten 30 Jahren des Vereinsbestehens wurden die meisten Wege und Straßen angelegt, die noch heute existieren und sehr gerne genutzt werden.

Vor 130 Jahren Jahren gab es noch keine Naturschutzgesetze auf die man sich berufen konnte. Wenn man etwas schützen wollte, dann blieb einem fast nichts anderes übrig als es zu erwerben.

Wie konnte sich der VVS die Erwerbe leisten?

Mit den Erträgen einer vom preußischen Staat genehmigten Geldlotterie konnte der VVS 1899 gegen heftige Widerstände die Steinbrüche aufkaufen und so die weitere Zerstörung des Siebengebirges verhindern. So ist der VVS heute Eigentümer von 850 ha im zentralen Siebengebirge, von der Löwenburg über Wolkenburg, Drachenfels, Lohrberg und Oelberg bis hin zum Nonnenstromberg.

Dank der informativen Einführung von Klaus Breuer wurde den Teilnehmern bewusst, was der VVS Siebengebirge in den letzten 148 Jahren für die Bürger und das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands geleistet hat.

Wer den VVS in seiner Arbeit unterstützen möchte, kann sich gerne über die Internetseite naturpark-siebengebirge.de informieren oder bei der Geschäftsstelle unter info@naturpark-siebengebirge.de melden. Ansonsten vermittelt der VVV Hennef auch gerne den Kontakt.

Nach der interessanten Einführung übernahm Oberforstrat Thomas Deckert die Hennefer Gäste und wanderte mit Ihnen vom Forsthaus Lohrberg durch sehr unterschiedliche Waldstrukturen bis hin zum Löwenburger Hof, wo die Veranstaltung bei frischem Kuchen und leckeren Getränken endete. Während der Wanderung erläuterte Thomas Deckert die Wichtigkeit von sogenannten Wildnisgebieten. In diesen Wildnisgebieten überlässt man Waldabschnitte der Natur. Es wird nicht freigeschnitten und auch nicht bewusst nachgepflanzt. Man beobachtet über viele Jahre, wie ein Wald sich in seiner Entwicklung selber reguliert und welche Baumart an diesem speziellen Ort die "Oberhand" übernimmt. Ein sehr interessantes Konzept, welches wir gerne mit beobachten werden. Auch die Wichtigkeit der Jagd wurde bei der sehr informativen Wanderung sehr deutlich.

An dieser Stelle gilt ein großer Dank dem VVS Siebengebirge mit seinen unzähligen ehrenamtlichen Helfern. Ein wirklich tolles Team.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Hener Hartmann.

 


Samstag, 20. Mai 2017

Der VVV auf Exkursion zu den Baumriesen - Hennefer Waldgeschichte erleben

40 Teilnehmer folgten VVV-Beiratsmitglied Dr. Norbert Möhlenbruch durch den Geistinger Wald auf den Pfaden seiner Entstehung. Die Wanderung startete am Haus Ölgarten, dessen Name wohl auf den Eichenmarkbusch Ölgarten hinweist. Öl wurde im 19. Jahrhundert auch im Hennefer Raum aus Lein und Bucheckern gewonnen. Auch die Eicheln enthalten 15% Öl, sind aber für den Menschen eher ungeeignet. Der heutige Geistinger Wald wurde über Jahrhunderte von den umliegenden Ortschaften gemeinschaftlich genutzt. Die relativ kleine Geistinger Heistermark versorgte die Bürger von Geistingen, Rott, Warth, Söven und Hennef mit Brenn- und Nutzholz, Laubstreu, Astgrün zur Viehfütterung und Eichel- wie Bucheckermast für den Schweineeintrieb. Die weitaus größten Nutzungsrechte besaßen aber Kirche und das Schloss Allner. Die Bezeichnung Heister weist auf das Nutzungsmaß hin. Die Nutzungen selbst unterlagen den strengen Bestimmungen der Gemarkenstatuten und der Beaufsichtigung durch die von den Beerbten gewählten Deputierten und einen Waldgrafen. Leider sind Aufbewahrungskiste, Waldordnung sowie Beerbtenliste wohl einem Brand in der Geistinger Kirche zum Opfer gefallen. Abschriften der Waldbücher befinden sich aber im Kreisarchiv Siegburg und geben weiten Einblick in die Bedeutung der Wälder für die Menschen. Da die wachsende Bevölkerung über Servitute ein beschränktes Waldnutzungsrecht erhielt, löste sich die eigentliche Waldstruktur aus Rotbuchen, Eichen und Hainbuchen zunehmend auf und endete in einer Devastierung, die Lohmann 1825 wie folgt beschreibt: Der Hochwald ist ohne alle Bedeutung, obschon die Morgenzahl noch hoch klingt; meist verdienen die Hochwälder kaum mehr den Namen Wald und die Niederwaldungen sind nur bloßes Gestrüpp. Weiteres kann im VVV-Band 10 der Beiträge zur Geschichte der Stadt Hennef nachgelesen werden.

Die Auflösung der Markwälder führte zusammen mit der Säkularisation der Kirchenwälder zu privatem Waldbesitz und einer deutlichen Verbesserung der Holzvorräte durch Anbau von Fichte und Kiefer. Hennef hat heute 2458 ha Wald, was etwa 23% der Gesamtfläche entspricht. Dieser Wald wird bis auf einen geringen kommunalen Besitz von 140 ha ausschließlich von zahlreichen Privateigentümern gepflegt und genutzt. Zur Überwindung der Nachteile kleiner Parzellen haben sich die Waldbauern zu einer Forstbetriebsgemeinschaft zusammengeschlossen, welche Vorteile für die Nutzung bis zur Versicherung gegen Waldbrand und Gefahrenhaftung bietet.

Am Rand des Geistinger Waldes suchte die Gruppe dann die Halden der Blätterkohlengewinnung auf, die heute ein Bodendenkmal darstellen. 1751 begann man mit dem Abbau dieser Kohle, welche Hausbrand, Dünger, Teer, Ölprodukte, Eisen-Vitriol, Alaun und Toneisenstein lieferte. Die naturkundliche Bedeutung liegt aber in den zwischen den Tonschichten anzutreffenden Blatt- und Insekteneinlagerungen. Sie machten die Rotter Blätterkohle weltberühmt. In den Wäldern vor 25 Millionen Jahren herrschten Baumarten vor, deren Nachfahren heute zu großen Teilen in den Everglades, auf den Kanaren, im Mittelmeerraum oder in Asien zu finden sind. Dazu gehören: Tupelobaum, Wasserfichte, Magnolie, Sabalpalme und Lorbeerbaum. An Tieren tummelten sich Krokodil, Kohleschwein und Nashorn um den Rotter See.

Den Abschluss fand die Wanderung an einem Eichengiganten im Wolfsbachtal. Die aus Mittelwaldwirtschaft hervorgegangene Eiche hat einen Umfang von 5,15 m und einen Inhalt von 30 Festmeter ohne das schwächere Astwerk gerechnet. Sie ist gut und gerne 300 Jahre alt, einige Teilnehmer erinnerten an Aussagen der Altvorderen, dass dieser Baum seit noch längerer Zeit mit weiteren Alteichen im Umfeld in den Himmel ragt. Manche Familie hat schon Zusammenkünfte unter ihr organisiert und wenn der alte Försterspruch, - alte Eichen wachsen 300 Jahre, stehen 300 Jahre und vergehen dann 300 Jahre – sich bewahrheitet, dann werden auch noch weitere Hennefer Generationen erstaunt in ihre riesige Krone schauen können.


Dr. Norbert Möhlenbruch, VVV-Beirat
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Hener Hartmann.

 


Samstag, 29. April 2017

Der VVV auf Exkursion im Krabachtal

Am letzten Samstag im April trafen sich bei idealem Wanderwetter insgesamt über 30 Mitglieder und Gäste des VVV Hennef mit Dr. Dieter Steinwarz von der Biologischen Station Eitorf im Krabachtal. Nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich steil bergauf, um sich von erhöhtem Standpunkt einen Überblick über die Region zu verschaffen. Herr Dr. Steinwarz erläuterte bei dieser ersten Verschnaufpause den Teilnehmern die geologische Entwicklung der Region im Bereich der Sieg von der Zeit vor 400 Millionen Jahren bis heute.

In weiteren Pausen, die an besonderen Standorten eingelegt wurden, informierte Herr Dr. Steinwarz über:

  • die Bedeutung von Streuobstwiesen
  • das Krabachtal und seine landwirtschaftliche Nutzung früher und heute
  • die Aufforstung in Form von Querriegel und ihre Auswirkung z.B. auf Schmetterlinge
  • die Gelbauchunken, ihre Vorkommen und Wiederansiedlungsprojekte der Biologischen Station. Das Projekt im Krabachtal konnte nach Überquerung einer Furt besichtigt werden.

Zuletzt traf man noch einen Schäfer der im Auftrag der Biologischen Station die Kulturlandschaften wie z. B. auch Obstwiesen mit Hilfe der Schafe offenhält. Neben den Informationen des Schäfers über die Schafhaltung, weckte die kleine Moorschnuckenherde und der junge Hütehund nochmal sehr großes Interesse und Bewunderung.

Nach erneutem Anstieg, dem zweiten und letzten der Wandertour, erreichten alle Teilnehmer wohlbehalten den Parkplatz, wo die Fahrzeuge für die Heimfahrt bereit standen. Hier am Ende der Veranstaltung wurde Herr Dr. Steinwarz mit viel Applaus für die abwechslungsreiche und sehr gut organisierte Exkursion, einem Weinpräsent und dem Hinweis, dass mit der Biologischen Station Eitorf für das nächste Jahr eine Führung zum Thema Streuobstwiesen in Planung ist, verabschiedet.


Hans-Dieter Saumer, VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

   

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Hener Hartmann.

 


Freitag, 17. und Freitag, 24. März 2017

Der VVV zu Gast in der Pfarrkirche Sankt Servatius in Siegburg und deren neu renovierten Schatzkammer

Gleich 80 Mitglieder des VVV hatten sich zu dieser interessanten 2. Veranstaltung des Jahres angemeldet, so dass man einen zweiten Termin mit der Siegburger Stadtarchivarin Frau Dr. Andrea Korte-Böger vereinbaren musste. So machten sich jeweils 40 Hennefer am 17. und 24.03.2017 auf den Weg zu dem im 12./13. Jahrhundert erbauten Gotteshaus unterhalb des Michaelsberges.

Die wunderschöne Kirche war in den Jahren 2014-2015 komplett renoviert worden, so dass die Teilnehmer nicht schlecht staunten, wie schön und liebevoll diese einzigartige Kirche mit der angeschlossener Schatzkammer durch das eindringende Sonnenlicht im Altarraum erstrahlte.

Die Schatzkammer beinhaltet mit fünf Schreinen, mittelalterlichen Tragaltären, liturgischem Gerät und kostbaren orientalischen Stoffen einen der bedeutendsten Kirchenschätze in Deutschland.

Als am 31.Dezember 2013 Pastor Msgr. Axel Werner die Kirchentür von St. Servatius segnete, abschloss und das Schild anhängte: "Voraussichtlich bis Ostern 2015 geschlossen" gingen alle Beteiligten von einem gut kalkulierten, passenden Zeitrahmen aus. Dort wie es meistens bei Renovierungen ist, kam es alles anders. Viele unerwartete Probleme traten während der Renovierungsphase auf. Am 13. September 2105 war es dann endlich soweit. Das Gotteshaus wurde wieder für die Pfarrgemeinde geöffnet. So lange hatten die Siegburger auf diesen Tag gewartet. In einem aufwendig gestalteten Sonderheft hatte man die Restauration des wunderschönen Gotteshauses dokumentiert.

Der Siegburger Kirchenschatz ist einer der bedeutendsten erhaltenen Kirchenschätze des Mittelalters. Bedeutend ist dieser nicht wegen der Anzahl der Schätze, sondern wegen außerordentlichen Qualität der Exponate. Den Grundstock legte der Kölner Erzbischof Anno II. (amt. 1056-1075), indem er dem von ihm gegründeten Kloster St. Michael zahlreiche bedeutende Reliquien schenkte. Seine Gebeine wurden mit seiner Heiligsprechung im Jahre 1183 selbst Teil des Schatzes und fortan im prachtvollen Annoschrein aufbewahrt. Der Annoschrein stammt aus der Werkstatt des Nikolaus von Verdun, Köln, um 1183. Er wurde aus den Materialien Eichenholz, Kupfer und Bronze gestaltet, vergoldet und mit Email, Bergkristall und Edelsteinen veredelt.

Wir können an dieser Stelle jedem Interessierten raten, St. Servatius mit seiner einzigartigen Schatzkammer zu besuchen.

An dieser Stelle möchte sich der VVV ganz besonders bei Frau Dr. Korte-Böger für die interessante und unglaublich informative "Zeitreise" vom Mittelalter bis in die heutige Zeit bedanken.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

         

         

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Hener Hartmann.

 


Freitag, 27. Januar 2017

Besichtigung des Zentralklärwerks in Hennef

Am Freitag, den 27.01.2017 war der VVV Hennef zu Gast in der Kläranlage der Stadt Hennef. Es war die 1. Veranstaltung, die der Verein in diesem Jahr seinen Mitgliedern und interessierten Hennefer Bürgerinnen und Bürgern angeboten hatte. Rund 70 Teilnehmer/innen waren an diesem recht winterlichen Freitagnachmittag in die Kläranlage in den Siegauen gekommen, um sich über die neueste Klärtechnik zu informieren. Der Vorstand der Stadtbetriebe Hennef, Herr Klaus Barth, hieß die Gäste im Foyer des Kläranlagen-Verwaltungsgebäudes recht herzlich willkommen. Man freute sich sehr über dieses rege Interesse der Teilnehmer/innen, was im Verlaufe der Veranstaltung durch die unzähligen Fragen der Interessierten unterstrichen wurde.

Eine sichere und leistungsfähige Abwasserbeseitigung ist Grundvoraussetzung einer zukunftsorientierten Infrastruktur. Sie dient dem Gesundheitsschutz und dem nachhaltigen Erhalt einer intakten Umwelt. In den vergangenen rd. 20 Jahren wurden enorme finanzielle und technische Anstrengungen unternommen, um die erforderliche flächendeckende Kanalisierung zu erstellen. Besondere Herausforderungen waren hierbei der Anschluss der rd. 100 einzelnen Dörfer, topographische Gegebenheiten sowie ungünstige Bodenverhältnisse. Zwischenzeitlich sind rd. 99 % aller Einwohner in Hennef an einen öffentlichen Kanal angeschlossen. Das Kanalnetz in Hennef hat eine Länge von insg. 420 km Kanälen. Hinzu kommen noch 71 Pumpwerke und 48 sonstige Sonderbauwerke.

Die Reinigung des Abwassers erfolgt schwerpunktmäßig in der Kläranlage Hennef.

Nach diesem interessanten Vortrag über die Entwicklung des Klärwerks Hennef wurden die Teilnehmer/innen in drei Gruppen aufgeteilt. Herr Thome (Fachbereich Abwasser-Betrieb & Unterhaltung) und der Klärmeister der Anlage führten die Teilnehmer/innen in der Reihenfolge des Klärungsprozesses durch die mittlerweile riesige Kläranlage. Diese ist momentan so ausgelegt, dass sie für 70.000 Einwohnergleichwerte ausreichen würde. Es war für die Teilnehmer/innen unglaublich interessant zu sehen, wie viele Prozesse notwendig sind, um eine "streng riechenden Brühe" in ein nahezu lupenreines, klares Wasser umzuwandeln, welches dann am Ende des Klärprozesses bedenkenlos in die Sieg eingeleitet werden kann.

Die dritte Gruppe startete mit Herrn Lodewick der in dem modernen Verwaltungsgebäude das Kanalinformationssystem sehr eindrucksvoll erklärte. Da das Kanalnetz der Stadt Hennef so extrem lang ist, war man gezwungen, neueste Technologien einzusetzen. Jeder Kanalschacht ist z.B. mit einem Barcode versehen, unter dem die "Legende" der einzelnen Bauwerke verwaltet wird. Die Zentrale weiß somit genau, wann welcher Kanal gereinigt, bzw. saniert wurde. Dies ist besonders für die Personal- und Einsatzplanung von Nutzen.

Nachdem alle Gruppen die einzelnen Stationen durchlaufen hatten, versammelten sie sich nach gut drei Stunden dauernden Besichtigung erneut im Foyer. Der Geschäftsführer des VVV, Peter Ehrenberg, bedankte sich im Namen aller Teilnehmer/innen für den tollen Nachmittag bei allen Verantwortlichen mit einem Präsent und stellte besonders heraus, dass man jetzt viel besser nachvollziehen könne, warum bei ständig steigenden Umweltauflagen auch die Kanal-Gebühren in die Höhe schnellen müssen.

Ein besonderer Dank an Klaus Barth und sein tolles und sehr engagiertes Team, das sie für den VVV den Wochenendbeginn verschoben haben.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Peter Ehrenberg.